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Projekte und Ausbau

Dritte Fahrspur

Der Ausbau der A22 um eine dritte Fahrspur ist eine Reaktion auf das stark zunehmende Verkehrsaufkommen entlang der Brennerachse und Teil eines integrativen Konzepts, das auch den Ausbau des Schienenverkehrs und die Verknüpfung der Verkehrsträger vorsieht.

Die Baumaßnahmen betreffen den etwa 90 km langen Abschnitt zwischen Verona und dem Autobahnknoten mit der A1, wo die derzeitige Auslegung der Infrastruktur den Bau einer neuen Fahrspur je Fahrtrichtung bei geringem Flächenverbrauch ermöglicht. Auf der Strecke zwischen Bozen und Verona wird die Kapazität dagegen durch die dynamische dritte Fahrspur erhöht. Dabei wird der Standstreifen bei hohem Verkehrsaufkommen vorübergehend als Fahrspur genutzt.

Ziel des Projekts ist es, Betrieb, Servicelevels und Sicherheit vor allem bei starkem Verkehr an Wochenenden und Feiertagen zu verbessern, wenn es zu stockendem Verkehr und anhaltenden Staus kommt.

Besonderer Wert wird darüber hinaus der ökologischen Nachhaltigkeit beigemessen. Die Maßnahmen umfassen neue Lärmschutzwände, Systeme zur Sammlung und Aufbereitung von Regenwasser, technische Anpassungen sowie Maßnahmen zur Minderung von Umweltauswirkungen entlang der gesamten betroffenen Strecke.

Der Plan umfasst zudem die Sanierung und Modernisierung zahlreicher Infrastruktureinrichtungen, darunter Überführungen, Unterführungen, Anschlussstellen, Nothaltebuchten, Ein- und Ausfahrtsrampen sowie Sicherheitsvorrichtungen, die nach den modernsten baulichen und technologischen Standards ausgeführt werden.

Das Projekt gliedert sich in drei Hauptabschnitte und ist Teil des vom Ministerium für Infrastruktur und Verkehr im Jahr 2022 genehmigten Finanzierungsplans, der heute die Grundlage für die Ausschreibung der neuen Konzession für die A22 bildet.