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Elektromobilität

Ein wichtiges Kapitel des Finanzierungsplans, mit dem die Brennerautobahn AG die A22 in Europas ersten Grünen Korridor verwandeln will, ist dem Ausbau des Ladeangebots gewidmet. Der Grund dafür ist klar: Wenn die Luftverschmutzung auch nicht von der Verkehrsader selbst, sondern den darauf verkehrenden Fahrzeugen abhängt, so will die Brennerautobahn AG dennoch ihren Beitrag im weltweiten Bestreben nach kohlenstofffreiem Verkehr leisten. Die Errichtung eines kapillaren Netzes an E-Ladestationen entlang der Autobahn soll der E-Mobilität einen entscheidenden Schub verleihen und ist ein Schritt in Richtung der angestrebten Reduzierung der Netto-Treibhausgasemissionen um mindestens 55 % innerhalb 2030 in der EU.

Lkw-Ladesäulen

Im Mai 2025 nahm die Brennerautobahn auf dem Parkplatz Firmian in Bozen Süd die erste Ladestation für elektrische Lkw in Betrieb. Es handelt sich um zwei Ladesäulen für drei Stellplätze mit drei CCS2-Anschlüssen mit einer Leistung von bis zu 600 kW und einem von Alpitronic hergestellten MCS-Anschluss zu 1 MW. Diese Lösung zählt zu den ersten dieser Art in Europa und stellt eine absolute Neuheit für Italien dar. Dank der ultraschnellen Aufladung lassen sich die Standzeiten verkürzen: Ein Fahrzeug mit einer 500-kWh-Batterie kann in etwa 30 Minuten aufgeladen werden, mit einer potenziellen Reichweite von bis zu 500 km.

Der Zugang ist derzeit über eine von der Brennerautobahn ausgestellte Ladekarte geregelt.

2026 wurde zudem eine zweite Lkw-Ladestation beim Autohof Sadobre in Betrieb genommen, die über eine 180-kW-Ladesäule und zwei Ladestellplätze verfügt. Für die erste Stunde fallen keine Zufahrts- bzw. Parkgebühren im Autohof an.

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